Inhaltsangabe/Produktinfo:
Sieben Frauen und sechs Männer, geboren zwischen 1862 und 1934, erzählen in diesem Buch aus persönlichem Erleben darüber, was es bedeuten konnte, als "lediger Bankert" oder "Umasunstfresser" aufzuwachsen: physische und psychische Grausamkeiten aller Art als gängige Erziehungsmaßnahmen, frühzeitige Abrichtung zur Kinderarbeit, Mangelernährung, soziale Vernachlässigung und Beziehungsarmut bis hin zur völligen Ungewissheit über die eigene Herkunft ...
Meinung:
Auf deutsche Verhältnisse läßt sich das Buch wohl nicht übertragen, in Österreich waren und sind manche Dinge ein bißchen anders. Das Schicksalt der Betroffenen geht aber natürlich dennoch zu Herzen. Man ist fassungslos über die Rohheit, die manche Mütter ihren eigenen Kindern entgegen brachten, als wäre es die Schuld der Kinder, gezeugt und geboren worden zu sein.
Die Autoren Peter Eigner, Günter Müller und Andrea Schnöller versuchten, mit den nach einem Radioaufruf eingesandten Manuskripten einen repräsentativen Durchschnitt zu erarbeiten, da je nach Region und natürlich auch je nach Geschlecht anders mit den unehelichen Kindern umgegangen wurde. Die autobiographischen Erzählungen wurden entsprechend der Thematik gekürzt.
Wer Vorfahren in Österreich hat, vielleicht sogar unehelich geborene, für den ist das Buch sicherlich sehr interessant, für alle anderen ist es eine nette Ergänzung.
Luise Wenkheimer
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