Zitate zum Thema Ahnenforschung



Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.
Alfred Hitchcock
Hat jetzt nicht sooooo viel mit Ahnenforschung zu tun, aber gefällt mir einfach.

 

An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.
François de La Rochefoucauld

 

Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, dass wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.
Ernst R. Hauschka

 

Ein Leutnant aus uraltem Adel wollte die Wirtin Getrud Walburga Wego, Ehefrau von Johann L. Dickopf auf die Schippe nehmen: "Gnädigste leiten Ihren Stammbaum sicherlich bis zur Arche Noah zurück?!" Darauf die 'Juno von Mülheim': "Enä, Jüngelche, ming Ahne hatte e eige Boot!"
Quelle: Kölner Originale

 

Ahnen sind für den nur Nullen, der als Null zu ihnen tritt;
steh' als Zahl an ihrer Spitze, und die Nullen zählen mit.
Epigramm von Wilhelm Müller

 

Was du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.
Aus »Faust« von Johann Wolfgang von Goethe
Im Bezug auf den Einsturz des Kölner Stadtarchivs erhält dieses Zitat eine besondere Wertung, denn hier wurde nur geerbt, anscheinend ohne sich über den Wert im Klaren zu sein. Und nun ist's dahin... aber - die Kölner U-Bahn ist fertig!

 

Never give up, never surrender! (= Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!)
Aus »Galaxy Quest«, USA 1999

 

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.
Jeremia 29,13+14
Walter Kempowski benutzt dieses Bibel-Zitat in seinem Buch "Aus großer Zeit" und ich kann verstehen, warum er das benutzt hat, denn wirklich finden kann man etwas nur, wenn man es mit aller Kraft will. Er zum Beispiel hat, um das Leben seiner Eltern und Großeltern zu rekonstruieren, frühere Nachbarn, Kollegen, Freunde usw. befragt. Und es war bestimmt nicht immer einfach, etwas herauszufinden.

 

Denken Sie doch - was kann da nicht alles vorgekommen sein in einer alten Familie. Vom Rhein - noch dazu. Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas! Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor - seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie 'ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie - das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. - Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flößer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant - das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt - und - und der Goethe, der kam aus dem selben Topf, und der Beethoven, und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald, und - ach, was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen.
Aus »Des Teufels General« von Carl Zuckmayer. © Bermann-Fischer Verlag, Stockholm 1946. Alle Rechte vorbehalten S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main.
 



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